Categorie archief: religie

wegkijken of confrontatie zoeken?

Lof aan de redactie van Letter & Geest voor het plaatsen van het artikel van Piet Winnubst. Hopelijk hebben veel mensen hiervan kennis genomen. Want de stelling van Boutros klopt: Nederland lijdt t.a.v. de islam aan wensdenken. De tegensputterende geluiden van een briefschrijver (19 mei) en van drs.J.Gerritsen (Wie is de ware moslim, 20 mei) bevestigen dit.

Tegensputteren mag, maar de argumenten zijn telkens zo voorspelbaar en komen altijd voort uit een krampachtig relativisme waarin godsdiensten en culturen gelijkgeschakeld dienen te worden. Als het om ideologieën zou gaan, zou niemand het in zijn hoofd halen om het fascisme een gelijke behandeling te geven. Boutros kent de islam uit het heden en verleden van zijn eigen land te goed om islam en islamofascisme niet reflexmatig, zoals wij hier in Nederland reageren, volledig van elkaar gescheiden te houden.

Islam en moslimterrorisme mogen dus niets met elkaar te maken hebben, alsof we dat met elkaar hebben afgesproken. Het is eigenlijk een ongeschreven pact, gedicteerd door de angst. Natuurlijk moet een etnische burgeroorlog worden voorkomen. Maar lukt ons dit door weg te kijken en de feiten niet onder ogen te willen zien?

Benedictus XVI over Europa

Vijf jaar geleden verscheen in Die Zeit een cultuurhistorische beschouwing over de identiteit van Europa door kardinaal Joseph Ratzinger. Een vertaling verscheen in januari 2001 in Trouw en dit weekend publiceerde Trouw het essay ten tweede male in Letter & Geest. Als opvolger van Petrus en in zekere zin ook als opvolger van de Romeinse keizer, kent Benedictus XVI zijn positie. Ook ten opzichte van het oosters christendom dat door de historische tweedeling Rome-Byzantium in 1054 voorgoed van het rooms-katholicisme gescheiden werd. Ratzinger noemt dit scheidingsprincipe terecht ‘een bron van oneindig lijden’.

Im Osten vollzog sich die Umbildung der alten Welt langsamer als im Westen: Das Römische Reich mit Konstantinopel als Mittelpunkt hielt dort – wenn auch immer weiter zurückgedrängt – bis ins 15. Jahrhundert hinein stand. Während die Südseite des Mittelmeers um das Jahr 700 endgültig aus dem bisherigen Kulturkontinent herausgefallen ist, vollzieht sich zur selben Zeit eine immer stärkere Ausdehnung nach Norden. Der Limes, der bisher eine kontinentale Grenze gewesen war, verschwindet und öffnet sich in einen neuen Geschichtsraum hinein, der nun Gallien, Germanien, Britannien als eigentliche Kernlande umgreift und sich zusehends nach Skandinavien ausstreckt.
 
In diesem Prozess der Verschiebung der Grenzen wurde die ideelle Kontinuität mit dem vorangehenden, mittelmeerischen Kontinent durch eine geschichtstheologische Konstruktion gewahrt: Im Anschluss an das Buch Daniel sah man das durch den christlichen Glauben erneuerte und verwandelte Römische Reich als das letzte und bleibende Reich der Weltgeschichte überhaupt an und definierte daher das sich konstituierende Völker- und Staatengebilde als das bleibende Sacrum Imperium Romanum. Hier taucht nun auch wieder das alte Wort Europa in verwandelter Bedeutung auf: Diese Vokabel wurde nun geradezu als Bezeichnung für das Reich Karls des Großen gebraucht und drückte das Bewusstsein der Endgültigkeit wie das Bewusstsein einer Sendung aus. Der Begriff Europa ist zwar nach dem Ende des Karolingischen Reiches wieder weitgehend verschwunden und setzt sich allgemein erst im 18. Jahrhundert durch. Die Konstituierung des Frankenreiches als des nie untergegangenen und nun neu geborenen Römischen Reiches bedeutet aber den entscheidenden Schritt auf das zu, was wir heute meinen, wenn wir von Europa sprechen.
 
Freilich gibt es auch noch eine zweite Wurzel Europas, eines nicht westlichen, nicht abendländischen Europa: Das Römische Reich hatte ja in Byzanz über die Stürme der Völkerwanderung und der Islamischen Invasion hin standgehalten. Byzanz verstand sich als das wirkliche Rom; hier war das Reich in der Tat nicht untergegangen, weshalb man auch weiterhin Anspruch auf die westliche Reichshälfte erhob. Auch dieses östliche Römische Reich hat sich weit nach Norden, in die slawische Welt hinein ausgedehnt und eine eigene, griechisch-römische Welt geschaffen, die sich von dem lateinischen Europa des Westens durch die andere Liturgie, die andere Kirchenverfassung, die andere Schrift und Bildungssprache unterscheidet.
 
Freilich gibt es auch genug verbindende Elemente, die die zwei Welten doch zu einem gemeinsamen Kontinent machen können: an erster Stelle das gemeinsame Erbe der Bibel und der alten Kirche, das übrigens in beiden Welten über sich hinausweist auf einen Ursprung, der nun außerhalb Europas, in Palästina liegt; dazu die gemeinsame Reichsidee, das gemeinsame Grundverständnis der Kirche und damit auch die Gemeinsamkeit grundlegender Rechtsvorstellungen und rechtlicher Instrumente; schließlich das Mönchtum, das in den großen Erschütterungen der Geschichte der wesentliche Träger nicht nur der kulturellen Kontinuität, sondern vor allem der grundlegenden religiösen und sittlichen Werte geblieben ist und als vorpolitische und überpolitische Kraft auch zum Träger der immer wieder nötigen Wiedergeburten wurde.
 
Zwischen den beiden Europen gibt es allerdings einen tiefreichenden Unterschied: In Byzanz erscheinen Reich und Kirche nahezu miteinander identifiziert; der Kaiser ist das Haupt auch der Kirche. Er versteht sich als Stellvertreter Christi, und im Anschluss an die Gestalt des Melchisedek, der König und Priester zugleich war (Gen 14,18), führt er seit dem 6. Jahrhundert den offiziellen Titel “König und Priester”. Weil das Kaisertum seit Konstantin aus Rom abgewandert war, konnte sich in der alten Reichshauptstadt die selbstständige Stellung des römischen Bischofs als Nachfolger Petri und Oberhaupt der Kirche entwickeln; hier wird schon seit Beginn der konstantinischen Ära eine Dualität der Gewalten gelehrt: Kaiser und Papst haben je getrennte Vollmachten, keiner verfügt über das Ganze.
 
Papst Gelasius I. (492 bis 496) hat der byzantinischen Melchisedek-Typologie gegenüber betont, dass die Einheit der Gewalten ausschließlich in Christus liege. “Dieser selbst hat nämlich wegen der menschlichen Schwäche (superbia!) für spätere Zeiten die beiden Ämter getrennt, damit sich niemand überhebe” (c. 11). Für die Dinge des ewigen Lebens bedürfen die christlichen Kaiser der Priester (pontifices), und diese wiederum halten sich für den zeitlichen Lauf der Dinge an die kaiserlichen Verfügungen. Die Priester müssen in weltlichen Dingen den Gesetzen des durch göttliche Ordnung eingesetzten Kaisers folgen, während dieser sich in göttlichen Dingen dem Priester zu unterwerfen habe.
 
Damit ist eine Gewaltentrennung und -unterscheidung eingeführt, die für die folgende Entwicklung Europas von höchster Bedeutung wurde und sozusagen das eigentlich Abendländische grundgelegt hat. Weil auf beiden Seiten entgegen solchen Abgrenzungen immer der Totalitätsdrang, das Verlangen nach der Überordnung der eigenen Macht über die andere lebendig blieb, ist dieses Trennungsprinzip auch zum Quell unendlicher Leiden geworden.

Europas Kultur und ihre Krise [ Zeit.de ]

bestsellerauteur

Nadat bekend werd dat kardinaal Ratzinger gekozen was tot paus Benedictus XVI, veranderde de bestsellerslijst van het Duitse Amazon ingrijpend. Zelfs de nieuwe Harry Potter die in juli verschijnt, werd van de eerste plaats verdreven.

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Inmiddels staat Harry Potter weer bovenaan, maar daarna volgen twee boeken van Joseph Ratzinger: Werte in Zeiten des Umbruchs en Salz der Erde. Verder staan in de Duitse bestsellerslijst ook nog titels van de onvermijdelijke Dan Brown. Overigens heeft kardinaal Ratzinger terecht heftige kritiek geuit op The Da Vinci Code.

The Kardinaal Ratzinger Fan Club

Op de website van The Kardinaal Ratzinger Fan Club staan onder de noemer De-Bunking The Da Vinci Code: Articles and Resources een aantal verwijzingen naar websites waarin de neo-gnostische The Da Vinci Code tegen het licht van het Evangelie gehouden wordt.

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